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Musikerförderung

Unser Verein unterstützt die Musikerförderung der Studienstiftung. Dies ermöglicht der Studienstiftung, die Stipendiatinnen und Stipendiaten der Musikerförderung bei besonderen Vorhaben auch jenseits der staatlichen Richtlinien individuell zu fördern. Auf dieser Website stellen wir Ihnen in loser Folge einzelne unterstützte Projekte vor.

Debüt-CD von Christoph Heesch

Eine geradezu revolutionäre CD bringt der junge Cellist Christoph Heesch (*1995) bei GENUIN heraus. Der Preisträger beim Fanny Mendelssohn Wettbewerb spielt vier Cellokonzerte aus den Jahren 1924-25, die jeweils für sich schon eine kleine Sensation sind. Die Komponisten Paul Hindemith, Jacques Ibert, Bohuslav Martinů und Ernst Toch schrieben aufregende Musik für eine aufregende Zeit: Sie brachen alle Konventionen und setzten Soloinstrument und Orchester in ein neues Verhältnis zueinander. Christoph Heesch wirft sich mit Verve in diese virtuosen, klangvollen, sperrigen, kurz: absolut lohnenden Werke, die man schon jetzt nicht mehr anders hören möchte, als von dieser CD.

Der Tagesspiegel meint: „Die beste Musik zum Herbst“ (CD-Tipp im Tagesspiegel, 16. September 2018 von Frederik Hanssen)

Im Journal für klassische Musik, „Pizzicato“, heißt es: „… blühender, gesanglicher Ton von großer Intensität …Christoph Heesch stellt sich somit als ein Solist vor, der durch Orchester- und Kammermusikspiel gelernt hat, sich mit seinen musikalischen Partnern abzustimmen und zu interagieren …“

M.M.O.-Trio: Debutalbum „The Hiker“

Das M.M.O.-Trio besteht aus Béla Meinberg (Klavier), Tilman Oberbeck (Kontrabass) und unserem Stipendiaten Jan- Phillip Meyer (Schlagzeug), die gemeinsam mit dem Saxophonisten Chris Cheek ihr kürzlich bei Uni Records erschienenes Debutalbum „The Hiker“ in einem bewusst traditionellen Aufnahmeverfahren herausbrachten. Denn „The Hiker“ wurde ohne Aufnahmekabinen und Kopfhörer aufgenommen, mit nur einem Mikrophon pro Instrument. Pur und gnadenlos ehrlich, keine Schnitte, keine Korrekturen – alles an dieser Musik ist echt: Holzig und warm geben die teilweise 60 Jahre alten Vintage Mikrophone das lebendige Klangbild der Band unverfälscht wieder und erzeugen einen physischen Druck, den heutige Hifi-Aufnahmen oft vermissen lassen. Auf „The Hiker“ ist keine sterile Virtuosität zu hören, sondern die Innigkeit und Hingabe improvisierender Musiker.

Gegründet wurde das Trio M.M.O. (als Abkürzung für „Meinberg/Meyer/Oberbeck“) im Jahr 2015 zunächst mit der konkreten Zielsetzung, die Konzertbühne für mehr Spielpraxis aus den Jazzclubs in private Räume wie Wohnzimmer und Ateliers zu verlegen und damit ein fast vergessendes Konzertformat häuslichen Musizierens wiederzubeleben. Ganze Touren mit Wohnzimmerkonzerten kamen zustande. Darüber hinaus bespielte das Trio ebenfalls konventionelle Spielstätten und entwickelte sich durch die hohe Spielfrequenz zu einer der gefragtesten Rhythmusgruppen auch über die Grenzen Hamburgs hinaus. Regelmäßig wird das Trio durch weitere Musiker erweitert, so zum Beispiel beim Elbjazz Festival 2017, wo der italienische Trompeter David Boato dazu stieß. Zur weiteren musikalischen Entwicklung des Trios haben im Weiteren besonders ihre Kontakte mit Musikern wie Gerald Clayton, Thomas Morgan, Nils Wogram, Jochen Rückert und nicht zuletzt Chris Cheek beigetragen.

Im Juni 2017 spielten sie ihre erste Tour mit Stargast Chris Cheek, woraus die Idee für das Debutalbum „MMO feat. Chris Cheek“ erwuchs. Die Qualitäten des New Yorker Saxophonisten Chris Cheek schätzten bereits so namhafte Musiker wie Charlie Haden, Brad Mehldau, Kurt Rosenwinkel, Steve Swallow oder Joshua Redman, mit denen er etliche Platten aufnahm und um die Welt tourte. Sein unverwechselbarer Sound, die gesangliche Klarheit seiner Ideen und seine verspielte Interaktion mit den Mitmusikern machen ihm zu einem der spannendsten Stimmen des heutigen Jazz-Saxophons.